Umfeld: Jamestown

Jamestown. Wo früher die Kolonialmächte ihre Kleinkriege austrugen, auf unmenschliche Weise Sklaven verschifften und Prachtbauten errichten ließen, lebt heute eine eingeschworene Gemeinschaft von Fischern. „Fishing Village“ ist die Bezeichnung für diesen Teil Jamestowns, der direkt an der Küste liegt und von unzähligen kleinen Verschlägen, in denen die Fischer teilweise mit ihren Familien hausen, einem unglaublichen Müll und stinkender Luft und vielen, vielen Fischerbooten ausgefüllt ist. Illegal und unregistriert leben hier die Menschen, die keine Arbeit haben, die man nirgends braucht, ohne fließendes Wasser, ohne sanitäre Anlagen, ohne Müllabfuhr – was entsorgt werden muss, landet auf einer unbeschreiblichen Müllhalde, die direkt dazu gehört und den hier Lebenden auch als „stilles Örtchen“ dient. Die Menschen hier sind  freundlich zu Fremden. Das bisschen, was sich die Menschen hier verdienen, verdienen sie durch fischen. Anders als die hohen Fischpreise in Deutschland wird einem hier der Fisch förmlich „nachgeschmissen“. Sie sind froh, wenn man etwas kauft.  

Die Fishing Village liegt am Fuße des Lighthouses, dem Wahrzeichen von Jamestown. Vom Strand aus sieht man auf einer Anhöhe ein grünes Gebäude, in dem die Schule für die Kinder hier untergebracht ist: Die UWSA. (Universal Wonderful Street Academy)

Die meisten der Kinder, die die UWSA besuchen, kommen aus diesem Umfeld der Fishing Village von Jamestown.